PsyCuraDat

Projektdetails

Förderer: Bundeministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Laufzeit: 3 Jahre (2019-2022)
Leitung: PD Dr. Erich Weichselgartner
Mitarbeiter: Dr. Katarina Blask, N.N.

 

Beschreibung

Die in den empirischen Wissenschaften und somit auch speziell in der Psychologie um sich greifende Open-Science-Bewegung verfolgt grundsätzlich zwei Ziele. Zum einen soll die Forschungsökonomie verbessert werden und zum anderen die Qualität wissenschaftlichen Arbeitens. Im Zuge dessen wurde nicht nur der Ruf nach Open Access als die freie Verfügbarkeit des Forschungs-Endprodukts /Publikation/, sondern auch die Forderung nach der freien Verfügbarkeit wissenschaftlicher Daten zunehmend lauter.

Das Ziel, die langfristige Interpretierbarkeit der Forschungsdaten zu erhalten, bedeutet jedoch einen erheblichen Arbeitsaufwand, denn die Psychologie ist ein komplexes Fach mit multipler Zuordnung zu den Sozial-, Geistes- und Naturwissenschaften und entsprechend diversen, wenig standardisierten, qualitativen und quantitativen Methoden. Einheitliche Standards zur Dokumentation psychologischer Forschungsdaten, welche diesen fach- und methodenspezifischen Anforderungen entsprechen können und damit die langfristige Interpretierbarkeit und Nachnutzbarkeit dieser Daten gewährleisten, fehlen bislang jedoch weitestgehend.

Auch der vom ZPID entwickelte PsychData-Dokumentationsstandard, welcher die Auffindbarkeit und Interpretierbarkeit bedeutsamer psychologischer Studien gewährleisten sollte, fand keine weite Verbreitung im Fach. Dies kann sowohl als Indiz für eine mangelnde Nutzerfreundlichkeit gesehen werden als auch für eine unzureichende Passung zwischen den Anforderungen an eine qualitativ hochwertige Dokumentation und den methodenspezifischen Anforderungen einer Nachnutzung psychologischer Forschungsdaten. In dem Projekt PsyCuraDat wird deshalb die Entwicklung nutzerorientierter Kurationskriterien angestrebt, welche die Bedürfnisse der Forschenden in ihrer Rolle als Datengeber und Datennehmer berücksichtigen. Darüber soll eine effizientere und effektivere Dokumentation und Nachnutzung psychologischer Forschungsdaten ermöglicht werden.

Ansprechpartner

Dr. Katarina Blask
wissenschaftl. Mitarbeiterin

+49 (0)651 201-2872