MEPIC - Epistemischer Wandel im Hochschulkontext

Projektdetails

Förderer: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
Laufzeit: 2 Jahre (2018-2020)
Leitung: Dr. Tom Rosman
Mitarbeiter: Martin Kerwer, M. Sc.

 

Beschreibung

In Zeiten von "alternativen Fakten" und "Fake News" sind Nutzer wissenschaftlicher bzw. wissenschaftsbasierter Informationen darauf angewiesen, medial präsentierte Wissensbehauptungen auf ihre Glaubwürdigkeit hin zu bewerten sowie kontroverse Evidenz zu gewichten. Als zentraler Prädiktor solcher Prozesse haben sich sog. epistemische Überzeugungen (Überzeugungen über die Natur von Wissen) erwiesen. Die Überzeugung, dass die relative "Korrektheit" einer Behauptung von deren argumentativer Qualität, der jeweiligen empirischen Evidenz sowie ihrem Kontext abhängt (sog. Evaluativismus), hat beispielsweise günstige Effekte auf die Differenziertheit der Informationsverarbeitung und –bewertung.
Bislang wenig bekannt ist hingegen über Prozesse der Veränderung epistemischer Überzeugungen und deren Modifizierbarkeit. Das MEPIC-Projekt hat daher zum Ziel, das in diesem Kontext forschungsleitende Prozessmodell epistemischen Wandels von Bendixen und Rule (2004) empirisch zu prüfen und um differenzialpsychologische Aspekte zu erweitern. Da ein adäquates theoretisches Framework eine wichtige Vorbedingung für das Design effektiver Interventionen darstellt, kann das MEPIC-Projekt sowohl die künftige Forschung als auch die Praxis im Bereich epistemischen Wandels maßgeblich beeinflussen. Damit leistet das Projekt möglicherweise sogar einen kleinen Beitrag zu einer zentralen gesellschaftlichen Herausforderung: Menschen dabei zu helfen, Wahrheit und Fiktion auseinanderzuhalten.

Veröffentlichungen

  • Kerwer, M., & Rosman, T. (in press). Mechanisms of Epistemic Change – Under which circumstances does diverging information support epistemic development? Frontiers in Psychology.

Ansprechpartner

Dr. Tom Rosman
Stv. Bereichsleiter "Forschungsliteralität"

+49 (0)651 201-2284