Potsdam: Vier Professuren

Universität: Vier Professuren im Bereich Bildungswissenschaften

Jung, modern, forschungsorientiert: Im Jahr 1991 gegründet, hat sich die Universität Potsdam (UP) in der Wissenschaftslandschaft fest etabliert und sich zu einem herausragenden Wirtschaftsfaktor und Entwicklungsmotor für die Region entwickelt. Sie ist drittmittelstark, mehrfach prämiert in der Lehre und verfügt über eine serviceorientierte Verwaltung. Rund 21.000 Studierende und 3.000 Beschäftigte arbeiten an drei Standorten – Am Neuen Palais, Griebnitzsee und Golm – an einer der am schönsten gelegenen akademischen Einrichtungen Deutschlands. Die Universität Potsdam ist die einzige lehrerbildende Hochschule in Brandenburg mit rund 4.200 Lehramtsstudierenden.

An der Humanwissenschaftlichen Fakultät der Universität Potsdam sind im Bereich Bildungswissenschaften vier Professuren zum nächstmöglichen Zeitpunkt zu besetzen. Gesucht werden national wie international ausgewiesene Forscherpersönlichkeiten mit einem starken Profil in der Lehrerbildung und der empirischen Bildungsforschung. Die Professuren sollen das Team der Potsdamer Bildungswissenschaften verstärken und zur weiteren Profilierung in der empirischen Bildungsforschung beitragen. Es wird ein besonderes Engagement für die Lehramtsausbildung, Bereitschaft zur kontinuierlichen Weiterentwicklung der Studiengänge und aktive Mitarbeit im Zentrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung (ZeLB) erwartet. Vorausgesetzt werden umfangreiche Publikationsleistungen, insbesondere in internationalen Zeitschriften mit Peer-Review, sowie Erfahrungen in der erfolgreichen Einwerbung von Drittmitteln sowie eine gute internationale Vernetzung. Darüber hinaus ist ein starker Bezug zur schulischen Praxis im Bereich der Sekundarstufe in Forschung und Lehre gewünscht.

W 2-Professur für Schulbezogene Medienbildung

Der/die Stelleninhaber/-in¹ soll empirisch fundierte Expertise im Bereich Medienbildung aufweisen. Im Rahmen der Professur sollen Forschung und Lehre zur Nutzung digitaler Technologien für die Gestaltung von Lehr-Lern-Prozessen oder zu Medienkompetenzen von schulischen Akteuren vertreten werden. Die Forschungsarbeiten sollen klare Bezüge zur empirischen Bildungsforschung aufweisen.

Die Lehre ist im Studienbereich Bildungswissenschaften in den Lehramtsstudiengängen der Sekundarstufe inkl. der Betreuung von Praktika sowie im BA Erziehungswissenschaft und im MA Bildungswissenschaft am Department für Erziehungswissenschaft zu erbringen.

W 3-Professur für Erziehungs- und Sozialisationstheorie

Der/die Stelleninhaber/in¹ soll in der Forschung zu schulischen und außerschulischen Sozialisations- und Erziehungsprozessen in Kindheit und Jugend im Kontext von Familie, Schule und Peers national wie international ausgewiesen sein. Erwartet wird ein Forschungsprofil, dass sich mit gesellschaftlich relevanten Themen, wie z. B. Risiken und Gefährdungslagen im Kindes- und Jugendalter und Ansätzen zur Prävention und Intervention beschäftigen. Die Forschungsarbeiten sollen einen starken Bezug zur empirischen Bildungsforschung aufweisen.

In der Lehre ist die Professur sowohl in Modulen der Bildungswissenschaften für Lehrämter der Sekundarstufen inkl. der Betreuung von Praktika als auch in den Studiengängen Erziehungswissenschaft (B.A.) und Bildungswissenschaft (M.A.) verortet. In der Lehre der Bildungswissenschaften für Lehrämter sollte insbesondere das Thema Demokratiebildung vertreten werden können.

W 2-Professur für Schulentwicklung

Der/die Stelleninhaber/in¹ soll in bildungswissenschaftlicher Forschung zur Entwicklung von Schulen und ihren Akteuren im Kontext inklusiver Bildung ausgewiesen sein. Erwartet wird ein Forschungsprofil, dass sich mit den Rahmen- und Gelingensbedingungen von Schulentwicklung mit einem Fokus auf inklusive schulische Lern- und Bildungsprozesse in der Sekundarstufe auseinandersetzt. Ein Schwerpunkt im Bereich institutioneller Prozesse der Organisations- oder Personalentwicklung unter Berücksichtigung von Kindern und Jugendlichen mit besonderen Bedürfnissen wird vorausgesetzt. Um die Kooperation mit den bildungswissenschaftlichen und inklusionspädagogischen Arbeitsbereichen zu gewährleisten wird eine theoretisch informierte empirische Forschungsperspektive vorausgesetzt.

Die Lehre ist im Studienbereich Bildungswissenschaften in den Lehramtsstudiengängen der Sekundarstufe inkl. der Betreuung von Praktika, z. B. in pädagogisch-psychologischen Handlungsfeldern, sowie im BA Erziehungswissenschaft und im MA Bildungswissenschaft am Department für Erziehungswissenschaft zu erbringen.

W 2-Professur Theorie und Praxis der Weiterbildung

Der/die Stelleninhaber/in¹ soll das Fachgebiet Weiterbildung in Forschung und Lehre in seiner gesamten Breite vertreten. Aus dem Forschungsprofil soll hervorgehen, dass zu aktuellen gesellschaftlichen Fragen der Weiterbildung empirisch geforscht wird. Gewünscht wird zudem eine Fokussierung auf die Weiterbildung von pädagogischen Fachkräften und eine Kooperation mit regionalen Weiterbildungsinstitutionen. Das Lehrprofil soll entweder Expertise zur gesellschaftlichen Makroebene des „Systems“ Weiterbildung oder zur individuellen Mikroebene der Lernunterstützung in der Weiterbildung erkennen lassen.

Die Lehre ist im Studienbereich Bildungswissenschaften in den Lehramtsstudiengängen der Sekundarstufe inkl. der Betreuung von Praktika, z. B. in pädagogisch-psychologischen Handlungsfeldern, sowie im BA Erziehungswissenschaft und im MA Bildungswissenschaft am Department für Erziehungswissenschaft zu erbringen.

Bei allen Professuren gilt:
Die Universität Potsdam sieht eine besondere Herausforderung in der Vernetzung von wissenschaftlicher Forschung und Lehre in der Lehrerbildung. Der/die Stelleninhaber/-in¹ muss in der Lage sein, beide Bereiche adäquat zu vertreten.

Die an der Realität von Schule und Unterricht, aber auch am aktuellen Forschungsstand orientierte Lehrerbildung mit einem hohen Anteil an Praxisphasen ist profilbildend für die Universität Potsdam. Gemeinsam mit den anderen lehramtsrelevanten Professuren an der Universität Potsdam und in Kooperation mit dem Zentrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung soll das „Potsdamer Modell“ der Lehrerbildung engagiert weiterentwickelt werden. Erwartet wird eine Bereitschaft zur Mitwirkung an Lehrerfortbildungen und ein Interesse an der fakultätsübergreifenden Zusammenarbeit. Erwartet wird außerdem die Bereitschaft, Gender und andere Diversitätsdimensionen als relevante Teilaspekte in Lehre und Forschung zu berücksichtigen. Ferner ist die Übernahme er gleichstellungsorientierten und vielfaltsfreundlichen Führungsverantwortung gewünscht.

Folgende Einstellungsvoraussetzungen für Professor/-innen1 sind nach § 41 Brandenburgisches Hochschulgesetz (BbgHG) nachzuweisen: ein abgeschlossenes Hochschulstudium, pä-dagogische Eignung, besondere Befähigung zu wissenschaftlicher Arbeit, in der Regel durch eine qualifizierte Promotion, umfassende Kompetenzen im Wissenschaftsmanagement und zusätzliche wissenschaftliche Leistungen, die im Rahmen einer Juniorprofessur oder einer Tätigkeit als Akademische/-r Mitarbeiter/-in¹ an einer Hochschule oder einer außeruniversitären Forschungseinrichtung oder einer wissenschaftlichen Tätigkeit in der Wirtschaft oder in einem anderen gesellschaftlichen Bereich im In- und Ausland erbracht oder durch eine Habilitation nachgewiesen werden. Das Berufungsverfahren wird nach § 40 BbgHG durchgeführt.

Für die W 2-Professur für Schulbezogene Medienbildung sowie W 2-Professur Theorie und Praxis der Weiterbildung ist darüber hinaus auch eine dreijährige Schulpraxis nach § 41 Abs. 3 BbgHG nachzuweisen.

Die Universität Potsdam strebt eine Erhöhung des Anteils von Frauen in Forschung und Lehre an und fordert daher qualifizierte Bewerberinnen nachdrücklich auf, sich zu bewerben. Die Universität Potsdam schätzt die Vielfalt ihrer Mitglieder und verfolgt die Ziele der Chancengleichheit unabhängig von Geschlecht, Nationalität, ethnischer und sozialer Herkunft, Religion/Weltanschauung, Behinderung, Alter sowie sexueller Orientierung und Identität. Bei gleicher Eignung werden Frauen im Sinne des BbgHG § 7 Absatz 4 und schwerbehinderte Menschen bevorzugt berücksichtigt. Bewerbungen aus dem Ausland und von Personen mit Migrationshintergrund sind ausdrücklich erwünscht.

Die Universität Potsdam unterstützt neu berufene Professor/-innen¹ durch einen Dual Career Service und Coachingangebote: www.uni-potsdam.de/de/berufungen/index

Bewerbungen mit aussagekräftigen Unterlagen (Darstellung Ihrer Forschungsinteressen, Lebenslauf, Kopien von akademischen Zeugnissen und Urkunden, Publikationsliste, Verzeichnis der Lehrveranstaltungen, Lehrevaluationen, Liste der Drittmittel-Projekte) sind innerhalb von 4 Wochen nach Veröffentlichung per E-Mail (in einer zusammengefassten PDF-Datei) an ausschreibungen(at)uni-potsdam.de zu richten.

¹ Diese Bezeichnung gilt für alle Geschlechterformen (w/m/d).

Die Ausschreibung ist auch im Internet unter https://www.uni-potsdam.de/fileadmin/projects/verwaltung/docs/Dezernat3/Ausschreibungen/1_Professuren/Sammelausschreibung_HWF_lang_dt.pdf abrufbar.

Weitere Hinweise

Sie sehen ein Angebot der Universität Potsdam (UP). Das ZPID ist nicht verantwortlich für Inhalt, Aktualität und Gültigkeit des Angebots. Weitere Informationen können Sie beim Stellenanbieter erfragen.

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