Marburg: Qualifizierungsstelle mit dem Ziel der Berufbarkeit auf eine Professur (Postdoc; m/w/d)

Universität: Qualifizierungsstelle mit dem Ziel der Berufbarkeit auf eine Professur (Postdoc; m/w/d) AG Translationale Klinische Psychologie (fb04-0040-wmz-2021)

Am Fachbereich Psychologie, AG Translationale Klinische Psychologie (Prof. Dr. Stefan Hofmann), ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt, befristet auf 4 Jahre, soweit keine Qualifizierungsvorzeiten anzurechnen sind, mit der Option einer Verlängerung nach erfolgreicher Evaluation, eine

Qualifizierungsstelle mit dem Ziel der Berufbarkeit auf eine Professur (Postdoc) (m/w/d)

in Vollzeit zu besetzen. Die Eingruppierung erfolgt nach Entgeltgruppe 13 des Tarifvertrages des Lan.des Hessen.

Zu den Aufgaben gehören wissenschaftliche Dienstleistungen in Forschung und Lehre im Bereich Trans.lationale Klinische Psychologie. Im Vordergrund steht die Durchführung von Studien im Bereich der Psychotherapieforschung (einschließlich Projektierung, Ausführung, Aufbereitung, Auswertung und Publikation). Zusätzlich zu den eigenen Projekten wird der/die Stelleninhaber*in eine aktive Rolle innerhalb der AG übernehmen und wird mit anderen Doktoranden/-innen, Postdoktoranden/-innen und Psychotherapeuten/-innen zusammenarbeiten und diese bei ihren Projekten unterstützen. Darüber hinaus gehört neben dem Halten von Vorlesungen und Seminaren die Anleitung von studentischen Qua.lifikationsarbeiten (einschließlich Bachelor- und Masterarbeiten) zum Aufgabenbereich. Die Beantra.gung von Drittmitteln und Öffentlichkeitsarbeit wird ebenfalls erwartet.

Es handelt sich um eine befristet zu besetzende Qualifikationsstelle mit dem Ziel der Berufbarkeit auf eine Professur (Habilitation oder Habilitationsäquivalenz). Im Mittelpunkt steht hierbei die weitere wissenschaftliche Orientierung, d. h. die Entwicklung eines eigenen Forschungsprojektes, die Einwerbung von Drittmitteln sowie die Erweiterung der Lehrerfahrung. Im Rahmen der übertragenen Aufga.ben wird die Möglichkeit zu eigenständiger wissenschaftlicher Arbeit geboten, die der eigenen wissen.schaftlichen Qualifizierung dient. Die Befristung richtet sich nach § 2 Abs. 1 Satz 2 WissZeitVG.

Der Forschungsschwerpunkt der Qualifikationsstelle ist ausschließlich auf die translationale Psychotherapieforschung ausgerichtet und die Forschungsprojekte sollen gezielt dazu eingesetzt werden, die personalisierte Psychotherapie weiterzuentwickeln. Ein fundamentales Forschungsziel der Qualifikationsstelle ist es zum Beispiel neue digitale Routineerfassungsmethoden für die personalisierte Psycho.therapie zu entwickeln. Diese Erfassungsmethoden sollen die dynamischen Veränderungsprozesse wäh.rend der Therapie effizient erfassen und visualisieren. Des Weiteren sollen die Forschungsprojekte der Qualifikationsstelle einen transdiagnostischen Fokus haben, sodass das erlangte Wissen für eine breite Skala an psychologischen Krankheitsbildern von Nutzen ist.

Die Qualifikationsstelle richtet sich ausschließlich an herausragende Nachwuchsforscher*innen. Vorausgesetzt werden ein überdurchschnittlich gut abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstu.dium (Diplom, Master oder vergleichbar) im Fach Psychologie (bevorzugt mit 120 credits, Klinische Psychologie muss als Prüfungsleistung enthalten sein) und eine abgeschlossene Promotion. Erforderlich sind ebenfalls der Nachweis von Lehrtätigkeiten (idealerweise Erfahrungen in Bezug auf Gruppenlehrveranstaltungen und in der Anleitung von studentischen Qualifikationsarbeiten), exzellente For.schungskenntnisse und dokumentierte Forschungstätigkeiten (mehrere peer-reviewed Erstautor-Publi.kationen in anerkannten internationalen Zeitschriften). Da die Stelle spezifisch auf heranwachsende Nachwuchsforscher*innen ausgerichtet ist und die Möglichkeit zur eigenständigen wissenschaftlichen Arbeit bieten soll, sollte die Promotion nicht länger als zwei Jahre zurückliegen; erste postdoktorale Erfahrungen sind wünschenswert, jedoch nicht notwendig. Erfahrung im Einwerben von Drittmitteln ist ebenfalls von Vorteil.

Da die Qualifikationsstelle einen starken Fokus auf digitale Erfassungsmethodik und transdiagnostische Forschung hat, sind Vorkenntnisse und Expertise in beidem erforderlich. Darüber hinaus werden umfassende Kenntnisse über den gesamten Forschungszyklus von Längsschnitt- und Zeitreihenstudien erwartet; von der Projektierung (inklusive Ethikantrag), Durchführung und Datenmanagement, bis hin zur Datenauswertung und Verschriftlichung. Besonders begrüßenswert sind Vorkenntnissen zu Zeitreihenerfassungen mit Feedbackmodulen. Des Weiteren sind ausgezeichnete psychometrische Fähigkeiten (einschließlich Datenreduktionsverfahren, Klassifikationsverfahren, längsschnittliche Modellierung und Modelle zur Erfassung komplexer Systeme) von besonderem Belang. Da Längsschnitt- und Zeitreihenerhebungen ein zentraler Aspekt der Qualifikationsstelle sind, werden fundierte Kenntnisse in netzwerkanalytischen Methoden und Strukturgleichungsmodellen (z. B. Faktorenmodelle mit Messinvarianz-Restriktionen oder latente Veränderungsmodelle) sowie erste Erfahrungen zur Auswertung von komplexen und dynamischen Verlaufsprozessen erwartet. Vorausgesetzt werden fundierte Kenntnisse in mindestens einer Datenauswertungssoftware (bevorzugt R und/ oder MPlus). Exzellente englische Sprachkenntnisse in Wort und Schrift sind unerlässlich, nicht nur um Publikationen in anerkannten international Zeitschriften erzielen zu können, sondern auch weil der Großteil der Gruppenmeetings, aufgrund der internationalen personellen Struktur der AG, auf Englisch abgehalten wird.

Eine abgeschlossene Ausbildung zum/zur Psychologischen Psychotherapeuten/ Psychotherapeutin ist nicht vorausgesetzt, es sollte jedoch zumindest der Nachweis eines vereinbarten Ausbildungsvertrags für diese Qualifikation vorliegen. Dokumentierte Open-Science Praktiken, ein nationales und internationales Kollaborationsnetzwerk sowie Vorkenntnisse in der Wissenschaftskommunikation sind wün.schenswert.

Für Fragen steht Ihnen Prof. Dr. Stefan Hofmann unter shofmann(at)bu.edu gerne zur Verfügung.

Wir fördern Frauen und fordern sie deshalb ausdrücklich zur Bewerbung auf. In Bereichen, in denen Frauen unterrepräsentiert sind, werden Frauen bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt. Personen mit Kindern sind willkommen – die Philipps-Universität bekennt sich zum Ziel der familienfreund.lichen Hochschule. Eine Besetzung des Arbeitsplatzes in Teilzeit (§ 9 Abs. 2 Satz 1 HGlG) sowie eine Reduzierung der Arbeitszeit sind grundsätzlich möglich. Menschen mit Behinderung im Sinne des SGB IX (§ 2, Abs. 2, 3) werden bei gleicher Eignung bevorzugt. Bewerbungs- und Vorstellungskosten werden nicht erstattet.

Bitte senden Sie Ihre Bewerbungsunterlagen bis zum 18.06.2021 unter Angabe der Kennziffer fb04-0040-wmz-2021 in einer PDF-Datei an dekanpsy(at)staff.uni-marburg.de.

Die Ausschreibung ist auch im Internet unter https://www.uni-marburg.de/de/universitaet/administration/verwaltung/dezernat2/personalabteilung/bewerber/stellen/wissenschaftliche-stellen/fb04-0040-wmz-180621.pdf abrufbar.

Weitere Hinweise

Sie sehen ein Angebot der Philipps-Universität Marburg. Das ZPID ist nicht verantwortlich für Inhalt, Aktualität und Gültigkeit des Angebots. Weitere Informationen können Sie beim Stellenanbieter erfragen.

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