Bielefeld: Wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in

Universität: Wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in am Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (IKG) (wiss19205)

Für das Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (IKG) suchen wir zum 1. Januar 2020 in Teilzeit eine*n

Wissenschaftliche*n Mitarbeiter*in (m/w/d)
(E13 TV-L, befristet)

Ihre Aufgaben

Die ausgeschriebene Stelle ist im Verbund der DFG Forschungsgruppe PH-LENS im Teilprojekt OTHER II angesiedelt. Die Forschungsgruppe untersucht im Verbund Fluchtmigration und die sich daraus ergebenden Herausforderungen für die „Flüchtlingsgesundheit“, welche momentan als Ausnahmeerscheinung bzw. als Singularität gesehen werden. In der DFG-geförderten Forschungsgruppe PH-LENS nehmen wir an, dass dies sozial wie wissenschaftlich eine Engführung darstellt: Erstens kann eine solche Singularitätsperspektive negative Auswirkungen auf die Gesundheit Geflüchteter haben, indem sie durch Prozesse des ‚Othering‘ („Veränderung“) u. a. zu Exkludierungund Separierung und damit zu einer weiteren Marginalisierung der Geflüchteten beiträgt. Zweitens folgt aus einer solchen Engführung eine verpasste Gelegenheit, die Gesundheit der Gesamtbevölkerung zu verbessern, denn das sich bietende, inhärente analytische Potenzial, umfassendere Defizite zu bearbeiten, wird nicht genutzt. Angesichts der gesellschaftlichen Heterogenität in Deutschland können die Herausforderungen der „Flüchtlingsgesundheit“ als eine Steigerung und Akkumulierung von Faktoren angesehen werden, die auch die Gesundheit anderer Untergruppen und letztlich – wenn auch in unterschiedlichem Maße – aller Menschen in Deutschland betreffen. In PH-LENS untersuchen wir zwei solcher Faktoren sowie deren Interaktionen aus einer betont interdisziplinären Perspektive: zum einen kontextuelle (kleinräumige) Einflüsse auf Gesundheit; zum anderen spezifische Herausforderungen an das Gesundheitssystem (die wir mithilfe des Konzepts der Resilienz des Gesundheitssystems untersuchen). ‚Othering‘ als Analyseperspektive dient uns als theoretische Klammer zwischen beiden Faktoren. Das Teilprojekt OTHER II untersucht interpersonale und strukturelle Effekte von ‚Othering‘ in Gesundheitsversorgungssettings anhand von quantitativen Sekundäranalysen und vignettenbasiertenexperimentellen Studien und online Surveys.

Zu Ihren Aufgaben gehören:

  • wissenschaftliche Mitarbeit an der experimentellen Fallvignetten Studie und einem Online Survey (40 %)
  • Kooperation und Austausch mit den anderen Teilprojekten, insbesondere OTHER I zur theoretischen Rahmung und Konzeptualisierung von ‚Othering‘ (25 %)
  • quantitative Sekundäranalyse von Surveydaten (20 %)
  • Mitarbeit an der Publikation der Ergebnisse (15 %)

Ihr Profil

Das erwarten wir

  • abgeschlossenes, wissenschaftliches Hochschulstudium (Master, Diplom) in Psychologie, Erziehungswissenschaft, Soziologie oder vergleichbar
  • Erfahrung mit der Durchführung von experimentellen Studien und der Analyse von Querschnittsdaten
  • gute Anwendungskenntnisse in den Methoden der quantitativen Sozialforschung und entsprechender statistischer Software
  • grundlegende Kenntnisse der Vorurteils-, Rassismus- und Diskriminierungsforschung
  • eigenständiges und kooperatives Arbeiten
  • Interesse an interdisziplinärer Arbeit am Konzept ‚Othering‘

Das wünschen wir uns

  • Interesse an der weiteren wissenschaftlichen Qualifikation im Themenbereich der Forschungsgruppe (Promotion)
  • Erfahrung in interdisziplinären Arbeitskontexten bzw. Projektarbeit

Unser Angebot

Die Vergütung erfolgt nach der Entgeltgruppe 13 des Tarifvertrages für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L). Die Stelle ist gemäß §2 Absatz 1 Satz 1 WissZeitVG bis zum 31. Dezember 2022 befristet (entsprechend den Vorgaben des WissZeitVG und des Vertrages über gute Beschäftigungsbedingungen kann sich im Einzelfall eine abweichende Vertragslaufzeit ergeben). Die Beschäftigung ist der wissenschaftlichen Qualifizierung förderlich. Es handelt sich um eine Teilzeitstelle im Umfang von 65 % von Vollbeschäftigung. Auf Wunsch ist grundsätzlich auch eine Stellenbesetzung in geringerem Umfang möglich, soweit nicht im Einzelfall zwingende dienstliche Gründe entgegenstehen.

Die Universität Bielefeld legt Wert auf Chancengleichheit und die Entwicklung ihrer Mitarbeiter*innen. Sie bietet attraktive interne und externe Fortbildungen und Weiterbildungsmaßnahmen. Zudem können Sie eine Vielzahl von Gesundheits-, Beratungs- und Präventionsangeboten nutzen. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie hat einen hohen Stellenwert.

Interessiert?

Wir freuen uns über Ihre Bewerbung per Post an die untenstehende Anschrift oder per E-Mail unter Angabe der Kennziffer wiss19205 in einem einzigen pdf-Dokument an sekretariat.ikg(at)uni-bielefeld.de bis zum 25. September 2019. Bitte verzichten Sie auf Bewerbungsmappen und reichen Sie ausschließlich Fotokopien ein, da die Bewerbungsunterlagen nach Abschluss des Auswahlverfahrens vernichtet werden. Weitere Informationen zur Universität Bielefeld finden Sie auf unserer Homepage unter http://www.uni-bielefeld.de/. Bitte beachten Sie, dass Gefährdungen der Vertraulichkeit und der unbefugte Zugriff Dritter bei einer Kommunikation per unverschlüsselter E-Mail nicht ausgeschlossen werden können. Informationen zur Verarbeitung von personenbezogenen Daten finden Sie unter www.uni-bielefeld.de/Universitaet/Aktuelles/Stellenausschreibungen/2019_DS-Hinweise.pdf.

Bewerbungsanschrift

Universität Bielefeld
Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (IKG)
Herrn Heiko Mata
Postfach 10 01 31
33501 Bielefeld

Ansprechpartner
Heiko Mata
0521 106-67409
hmata(at)uni-bielefeld.de


Die Ausschreibung ist auch im Internet unter https://www.uni-bielefeld.de/Universitaet/Aktuelles/Stellenausschreibungen/Anzeigen/Wiss/wiss19205.pdf abrufbar.

Weitere Hinweise

Sie sehen ein Angebot der Universität Bielefeld. Das ZPID ist nicht verantwortlich für Inhalt, Aktualität und Gültigkeit des Angebots. Weitere Informationen können Sie beim Stellenanbieter erfragen.

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