Siegen: Zwei wissenschaftliche Mitarbeiter*innen

Universität: Zwei wissenschaftliche Mitarbeiter*innen Drittmittelprojekt "RESIST – Resilienz im Strafvollzug" (2019/II/SA/WM/64)

Die Universität Siegen ist mit knapp 20.000 Studierenden, ca. 1.300 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie 700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Technik und Verwaltung eine innovative und interdisziplinär ausgerichtete Universität. Sie bietet mit einem breiten Fächerspektrum von den Geistes- und Sozialwissenschaften über die Wirtschaftswissenschaften bis zu den Natur- und Ingenieurwissenschaften ein hervorragendes Lehr- und Forschungsumfeld mit zahlreichen inter- und transdisziplinären Forschungsprojekten. Die Universität Siegen bietet vielfältige Möglichkeiten, Beruf und Familie zu vereinbaren. Sie ist deswegen seit 2006 als familiengerechte Hochschule zertifiziert und bietet einen Dual Career Service an.

In der Fakultät II sind im Department Erziehungswissenschaft/Psychologie, Lehrgebiet Soziale Arbeit, zum 1.7.2019 zwei Stellen für

Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen
im Drittmittelprojekt "RESIST – Resilienz im Strafvollzug"
(Entgeltgruppe 13 TV-L)

in Teilzeit (65%) für die Dauer von drei Jahren zu besetzen. Die Beschäftigungsdauer richtet sich nach den Vorschriften des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes. Die Einstellung erfolgt – vorbehaltlich der endgültigen Finanzierungszusage durch das BMFSFJ – voraussichtlich zum 01. Juli 2019. Die Projektlaufzeit beträgt drei Jahre und endet am 30. Juni 2022.

Es handelt sich um eine Stelle zur wissenschaftlichen Weiterqualifikation (Promotion). Hierzu wird im Rahmen der Dienstaufgaben Gelegenheit gegeben.

Mit dem aufkommenden Diskurs um die Radikalisierung in Haft wird die Handlungsaufforderung an den Strafvollzug und die hier tätigen Mitarbeiter*innen explizit, neben resozialisierenden Maßnahmen Sicherheit aktiv hervorzubringen, indem eine Radikalisierung von Inhaftierten verhindert bzw. unterbrochen werden soll. Radikalisierung wird angenommen, erkannt und bearbeitet. Dabei geraten zwei zentrale Aspekte ins Hintertreffen. Zum einen bleibt implizit, wie sich das Wissen der Fachkräfte in der Deradikalisierungs- und Ausstiegsarbeit praktisch vollzieht. Wie bringen sie welches Wissen an? Wie sensibilisieren sie, klären auf und nehmen Setzungen vor? Zum anderen stellt Radikalität für viele Inhaftierte keine Option dar. Ihre Wahrnehmungen und ihr Repertoire bleiben ungehört.

Die Widerständigkeiten entgegen einer Radikalisierung sollen daher einer Analyse unterzogen werden. Das Vorhaben fragt nach den Gelingensbedingungen und Mechanismen, die das Zusammenspiel der alltäglichen und professionellen Methoden im Gefängnis organisieren. Hierzu werden sowohl Fachkräfte in der Deradikalisierungs- und Ausstiegsarbeit als auch Inhaftierte im Haftalltag ethnographisch begleitet. Zentrales Anliegen des Vorhabens ist die Rekonstruktion der Abläufe, Bezugspunkte und Techniken, um sie einer Auseinandersetzung zugänglich zu machen.

Ihre Aufgaben:

  • Sie erheben Daten in einem Feld der Deradikalisierungs- oder Ausstiegsarbeit und werten diese mittels qualitativer Forschungsmethoden aus.
  • Die Ergebnisse werden in Vorträgen und Fachartikeln publiziert.
  • Auf der empirischen Grundlage erarbeiten Sie im Team ein Modul für die Präventionsarbeit.
  • Sie unterstützen die Projektleitung durch Zuarbeiten zu Berichten und organisieren Workshops mit den Praxispartner*innen.

Ihr Profil:

  • Sie verfügen über ein abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium im Fach Soziologie, Sozialpädagogik/Soziale Arbeit, Sozialwissenschaften, Bildungswissenschaften, Kriminologie, Erziehungswissenschaften, Ethnologie, Kulturwissenschaften, Psychologie oder haben einen vergleichbaren Abschluss (Diplom, Master).
  • Sie verfügen über erste Forschungserfahrungen in der qualitativen Sozialforschung und haben ethnographisch oder mit leitfadengestützten Interviews gearbeitet.
  • Sie arbeiten selbstständig und im Team und haben gute Organisations-, Team- und Kommunikationsfähigkeiten
  • Idealerweise besitzen Sie Kenntnisse im Praxisfeld des Strafvollzugs oder der Präventions- und Interventionsarbeit

Die zu besetzenden Stellen sind Qualifizierungsstellen für den wissenschaftlichen Nachwuchs. Angesprochen sind daher Absolvent*innen der o.g. oder vergleichbaren Disziplinen. Die Gelegenheit zur Promotion wird gegeben.

Die Universität Siegen strebt eine Erhöhung des Anteils von Frauen in Forschung und Lehre an. Entsprechend qualifizierte Wissenschaftlerinnen werden ausdrücklich um ihre Bewerbung gebeten.

Bewerbungen geeigneter Schwerbehinderter sind erwünscht.

Auskunft erteilt: Jun.-Prof.'in Dr. Dörte Negnal, doerte.negnal@uni-siegen.de

Richten Sie bitte Ihre aussagefähigen Bewerbungsunterlagen (Lebenslauf, wissenschaftlicher Werdegang, Zeugnisse) bis 26. Mai 2019 unter Angabe der Ausschreibungskennziffer 2019/II/SA/WM/64 an das

Dekanat der Fakultät II
Universität Siegen
57068 Siegen

Informationen über die Universität Siegen finden Sie auf unserer Homepage http://www.uni-siegen.de/


Die Ausschreibung ist auch im Internet unter http://www.uni-siegen.de/uni/stellen/wiss/862343.html?lang=de abrufbar.

Weitere Hinweise

Sie sehen ein Angebot der Universität Siegen. Das ZPID ist nicht verantwortlich für Inhalt, Aktualität und Gültigkeit des Angebots. Weitere Informationen können Sie beim Stellenanbieter erfragen.