Rostock: W 2-Professur

Universitätsmedizin: W 2-Professur für Implementation Neuroscience (9060/2020/12)

Das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) ist ein weltweit führendes, international ausgerichtetes Forschungszentrum, das sich der Entdeckung neuer Ansätze zur Prävention und Behandlung neurodegenerativer Erkrankungen verschrieben hat. Zu diesem Zweck verfolgen Forscherinnen und Forscher an zehn DZNE-Standorten in ganz Deutschland eine translationale und interdisziplinäre Strategie, die fünf miteinander verbundene Bereiche umfasst: Grundlagenforschung, Klinische Forschung, Versorgungsforschung, Populationsforschung und Systemmedizin. www.dzne.de

W2-Professur für Implementation Neuroscience
Code: 9060/2020/12

An der Universitätsmedizin Rostock ist in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen e. V. (DZNE) zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine W2-Professur für Implementation Neuroscience im Rahmen einer gemeinsamen Berufung nach dem Jülicher Modell zu besetzen.

Die Universitätsmedizin Rostock setzt sich in enger Zusammenarbeit mit dem DZNE Rostock/Greifswald und lokalen klinischen Netzwerken für die Erkennung, Prävention und Behandlung von neurodegenerativen Demenzerkrankungen ein. Mit dieser Professur will die Universitätsmedizin Rostock die Umsetzung der Erkenntnisse aus der neurowissenschaftlichen Forschung in die Versorgung unterstützen. Zugleich stärkt die Professur einen der drei Schwerpunkte der Universitätsmedizin Rostock (Neurowissenschaften) und das Zentrum für transdisziplinäre Neurowissenschaften Rostock (CTNR). Der Kandidat (m/w/d) wird Impulse für Forschungs- und Lehraktivitäten geben, auch im Rahmen des CTNR-Bildungs- und Forschungsprogramms, das darauf abzielt, die Umsetzung wissenschaftlicher Fortschritte in die Praxis zu fördern. Der Kandidat soll seine Forschungskompetenz zudem in die Arbeit der Interdisziplinären Fakultät (INF) der Universität Rostock einbringen, insbesondere in den Departments „Altern des Individuums und der Gesellschaft“ (AGIS) und „Wissen - Kultur - Transformation“ (WKT).

Es wird erwartet, dass der Kandidat (m/w/d) einen Abschluss und eine Promotion in Neurowissenschaften, Neurologie, Psychologie, Psychiatrie, Geriatrie, Gerontologie oder verwandten Bereichen hat. Er muss umfangreiche Berufserfahrung in den Neurowissenschaften oder in der biomedizinischen translationalen Forschung sowie in Translations- und Implementierungsmethoden speziell auf dem Gebiet dementieller neurodegenerativer Erkrankungen erworben haben, die durch eine exzellente, international ausgewiesene wissenschaftliche Publikationstätigkeit belegt ist. Er verfügt idealerweise über Fachkenntnisse auf allen Ebenen der Translationskette, von Neurowissenschaften und klinischer Forschung über die Ausbildung von Fachleuten bis hin zur klinischen Praxis im Bereich neurodegenerativer Demenzerkrankungen. Erwartet werden eine Kooperation mit einschlägigen internationalen Forschungs- und klinischen Netzwerken und Erfahrung mit Arbeiten in interdisziplinären Teams.

Ziel der Forschung ist die Identifikation von Hürden, die der Nutzung neurowissenschaftlichen Wissens in der Routineversorgung im Wege stehen. Dazu werden Strategien, Methoden, Verfahren und spezifische Maßnahmen zur Überwindung dieser Hürden definiert und Forschungsfortschritte in operative Verfahren umgesetzt, die eine unmittelbarere Nutzung neuer diagnostischer und therapeutischer/präventiver Erkenntnisse in der Praxis ermöglichen. In der Lehre soll der Kandidat neben der Vermittlung spezifischer Kompetenzen das Bewusstsein zukünftiger Kliniker für translationale Probleme stärken.

Die Berufung erfolgt gemeinsam durch die Universität Rostock und das DZNE. Der Berufene wird als ordentlicher Professor im Rahmen eines Anstellungsverhältnisses eingestellt und an das DZNE beurlaubt. Die Berufung erfolgt unbefristet gemäß § 61 LHG Mecklenburg-Vorpommern (M-V). Die Auswahl der Bewerber wird vom DZNE und der Universität Rostock gemeinsam durchgeführt.

Die Einstellungsvoraussetzungen ergeben sich aus § 58 LHG M-V. Insbesondere gehören dazu ein abgeschlossenes Hochschulstudium, Promotion, Habilitation oder gleichwertige wissenschaftliche Leistungen sowie der Nachweis der hochschulpädagogischen Eignung.

Diese Ausschreibung richtet sich an alle Personen unabhängig von ihrem Geschlecht. Die Universitätsmedizin Rostock und das DZNE streben eine Erhöhung des Anteils von Frauen am wissenschaftlichen Personal an und fordern daher qualifizierte Frauen mit Bezug auf § 7 Abs. 3 des Gleichstellungsgesetzes M-V nachdrücklich auf, sich zu bewerben. Frauen werden bei im Wesentlichen gleichwertiger Qualifikation vorrangig berücksichtigt, sofern nicht in der Person des Mitbewerbers liegende Gründe überwiegen. Schwerbehinderte Bewerber (m/w/d) werden bei gleicher Eignung, Befähigung und Qualifikation besonders berücksichtigt.

Die Bewerbungen mit ausführlichem Lebenslauf, Schilderung des wissenschaftlichen Werdeganges, Beschreibung der Vorleistungen in Forschung und Lehre, einem strukturierten Publikationsverzeichnis mit Angabe der Impactfaktoren unter Beifügung von fünf wesentlichen Originalarbeiten sowie einer Auflistung bisher eingeworbener Drittmittel sind spätestens 6 Wochen nach Erscheinen dieser Anzeige an den

Dekan und Wissenschaftlichen Vorstand der Universitätsmedizin Rostock
Herrn Prof. Dr. med. univ. Emil C. Reisinger
Ernst-Heydemann-Str. 8
18057 Rostock

einzureichen.

Den Unterlagen ist ein ausgefülltes Bewerbungsformular, das unter www.med.uni-rostock.de/fileadmin/Verwaltung/dekanat/Anlage_Bewerbungsunterlagen_Professuren.pdf heruntergeladen werden kann, beizufügen.

Die Bewerbungskosten werden entsprechend der geltenden Regeln des Landes M-V nicht übernommen.

Die Ausschreibung ist auch im Internet unter https://jobs.dzne.de/de/jobs/50668/w2-professur-fur-implementation-neuroscience abrufbar.

Weitere Hinweise

Sie sehen ein Angebot der Universitätsmedizin Rostock. Das ZPID ist nicht verantwortlich für Inhalt, Aktualität und Gültigkeit des Angebots. Weitere Informationen können Sie beim Stellenanbieter erfragen.